Fettabsaugung (Liposuction)

Im Prinzip eignet sich jeder Mensch mit gesundem Herz- oder Kreislauf ohne vorhergehende schwere Erkrankung für die Liposuktion.

Die häufigsten Problemzonen der Frauen sind: Beine, Unterbauch, Hüften und Gesäß. Die der Männern: Bauch und Hüften.

Liposuktion führt zu dauerhaften und generell sehr positiven ästhetischen Resultaten. Selbst bei älteren PatientInnen muss in der Regel keine nachträgliche Hautstraffung vorgenommen werden. Es bildet sich innerhalb der nächsten 6-12 Monate meist ein schönes, glattes Hautbild.

Kleine Eingriffe wie etwa an Knie und Kinn lassen sich auch ambulant unter lokaler Anästhesie durchführen. Mittlere und größere Eingriffe werden fast ausschließlich unter Allgemeinanästhesie – also Vollnarkose – durchgeführt, um den psychischen und physischen Stress für die PatientInnen zu minimieren. Eine umfangreichere Liposuktion unter lokaler Anästhesie erweist sich für den PatientInnen meist als sehr unangenehm und erschwert die Operationsbedingungen in unnötiger Weise.

Gleich nach abgeschlossener Fettentfernung werden die betreffenden Stellen mit einem Kompressionsverband und Drainagen versehen. Bei Liposuktion am Bauchbereich und darunter ( Hüften, Schenkel usw.) wird der Kompressionsverband nach einer Nacht durch ein speziell elastisches Mieder ersetzt. Auch am Tag nach der Operation können die Einschnittstellen anfangs noch etwas durchnässen. Tägliche leichte Massagen während der kommenden Wochen sind sehr hilfreich um ein möglichst regelmäßiges Endresultat zu erreichen. Die Nähte werden nach 1 Woche entfernt. Nach 2-3 Wochen sind die auftretenden blauen Flecken im Regelfall abgeklungen.

Die Mengen an abzusaugendem Fett variieren in ganz erheblichem Maße von Fall zu Fall. Je nach physischer Beschaffenheit der Patienten und nach abzusaugendem Bereich. Eine klassische Liposuktion bewegt sich im Bereich zwischen 0,5 und 3 Litern maximal. An Knien, Knöcheln und Armen bewegen sich die abzusaugenden Volumina im Bereich weniger Zehntel Liter.

Bei der Feinkanülentechnik wird mit besonders dünnen Absaugekanülen (den Feinkanülen) gearbeitet. Dies ermöglicht einerseits eine höhere Präzision und das Entfernen der direkt unter der Haut liegenden Fettschichten, sodass Hautunebenheiten reduziert werden, andererseits aber auch das Arbeiten an delikateren Körperstellen wo größere Kanülen nicht mehr angewendet werden können.

Fettzellen besitzen nicht die Eigenschaft sich an bestimmten Stellen zu vermehren. Allerdings schützt Liposuktion nicht vor Gewichtszunahme. So können sich die verbliebenen Zellen an den früheren Problemstellen genauso wie auch die Fettzellen überall sonst am Körper durch erneute Fettansammlung erheblich vergrößern. Allerdings wird sich die Gewichtszunahme nach der Liposuktion gleichmäßiger auf den Körper verteilen als vorher. Die Fettabsaugung ist also geeignet zur Formung, Gestaltung und Harmonisierung der Körperproportionen, nicht aber als Diät-Ersatz zur Gewichtsreduktion. Aus ärztlicher Sicht wird daher vor der Durchführung einer Liposuktion eine Ernährungsumstellung empfohlen.